Durch Sabrina von dem Blog dietutnichts kam ich auf die Idee den gleichen Test durchzuführen wie sie in Ihrem Beitrag Inkognito in einer Tierhandlung.

Los ging es also in den ersten Laden. Ein Gartencenter mit Heimtierabteilung. Davon abgesehen das es dort genau zwei unterschiedliche Geschirrarten gab hoffte ich vergebens darauf beraten zu werden. Nachdem ich Lola ein Norrwegergeschirr angelegt hatte und damit den Gang auf und ab lief wurde ich nett von einer Mitarbeiterin gegrüßt aber das war es auch. Also habe ich Lola wieder von dem Geschirr befreit und verließ den Laden in dem man scheinbar nicht verkaufen wollte.

Ein paar Tage später ging es dann auf in den nächsten Laden. Diesmal eine neu eröffnete Tierhandlung einen Ort weiter. Auch hier stand ich einige Zeit allein vor dem Regal mit den Geschirren zog Lola diverse Geschirre an und wieder aus. Auch hier bekamen wir leider keine Beratung. Diesem Geschäft wollte ich aber eine zweite Chance geben und fuhr eine Woche später noch einmal dort hin. Aber auch diesmal bekam ich leider keine Hilfe und verließ nach ca. 15 Minuten vor dem Regal mit den Geschirren das Geschäft wieder.

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Nach diesem nur mäßigem Erfolg wollte ich es nun wissen, ist es denn so schwer ein passendes Geschirr zu verkaufen?

Neuer Laden neues Glück, hier stand ich nur wenige Sekunden vor dem Regal mit den Halsbändern, Leinen und Geschirren und wurde sofort gefragt ob man mir weiterhelfen könne. Natürlich nahm ich diese Hilfe gerne an und man erklärte mir sofort alle vorhandenen Geschirrsorten. Da ich meinte ich möchte das Geschirr gern zum Schleppleinentraining nutzen wurde mir zu einem Gepolsterten geraten. Jedoch war hier Größe S zu eng und Größe M leider viel zu weit. Also weiter zu den normalen Gurtbandgeschirren, auch hier war jedoch S zu klein und M zu groß. Also blieben noch Gurtbandgeschirre in Zwischengrößen. Aber wie hätte es anders sein können, S zu klein und M zu groß. Also nahm die Verkäufern S/M aus dem Regal, zog es Lola über und meinte „Na, das passt doch!“. Auf meine Frage hin ob es nicht zu nah an den Achseln sitz meinte sie nur, dass mit der Schleppleine ja Zug nach hinten ist und dann dass Geschirr auch weiter hinter rutscht. Nunja, ich bedankte mich für die Beratung und verließ das Geschäft mit der Ausrede ich müsse die Farbe nochmal überdenken.

Auch im vierten Laden hatten wir nicht wirklich Glück. Zwar bekamen wir sofort Hilfe und wurden beraten so gut es ging wie ich es von diesem Geschäft gewohnt bin, aber auch hier gab es wieder nur die 0/8/15 Gurtbandgeschirre oder eben Norwegergeschirre. Da beide meiner Meinung nach leider nicht gut sitzen und auch diese Verkäuferin nicht darauf ein ging das ich meinte das Geschirr sitzt zu eng an den Achseln, nutzte ich auch in diesem Geschäft meine Ausrede mit der Farbe und ging etwas geknickt zurück zum Auto.

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Dieses Experiment hat mir gezeigt was auch Sabrina von dietutnichts  bereits geschrieben hat, es ist sehr sehr schwer einen Tierfachmarkt zu finden, in dem die Verkäufer soweit geschult sind einem Kunden ein gut passendes Geschirr für ihren Hund zu verkaufen. Was eigentlich sehr schade ist, denn eigentlich ist es ja gar nicht sooo schwer, oder?

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