Da ich von BARF leider nicht wirklich eine Ahnung habe, hat sich die liebe Laura vom Youtube Kanal Chewie the Dog bereiterklärt einen Gastbeitrag zum Thema BARF zu schreiben.

Wie kam ich zum Barfen?

Hallo ihr Lieben,

bevor ich euch darüber berichte, wie ich zum Barfen gekommen bin, möchte ich mich herzlich bei Denise bedanken, dass ich diesen Artikel für ihren Blog schreiben durfte!

Wer sind wir überhaupt?

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Mein Name ist Laura und zu mir gehören mein Kleinspitzrüde Chewie (4 Jahre) und meine Spitzmischlingsdame Jona (15 Jahre). Chewie bereichert mein Leben seit knapp 4 Jahren und Jona gehört zu uns seit bald 3 Jahren. Wir sind zwar keine Blogger, aber man findet uns auf YouTube unter dem Kanalnamen „Chewie the Dog“.

Aber nun zum eigentlichen Thema!

Was bedeutet „Barf“?

„Barf“ bedeutet Biologisch Artgerechte Rohfütterung. Bei dieser Art der Fütterung orientiert man sich an wildlebenden, fleischfressenden Tieren, wie z. B. dem Wolf. Dabei sind die wichtigsten Bestandteile der Futterzusammenstellung rohes Fleisch, Knochen, Innereien, Fette und geringe Mengen an Obst und Gemüse. Mithilfe eines Ernährungsplans kann man festlegen, was und wie viel der Hund am Tag bekommt. So kann man sich beispielsweise auch den Wochen-/ Monatseinkauf erleichtern 😉 Den Ernährungsplan kann man entweder selbst erstellen oder durch einen (Tier-)Ernährungsberater erstellen lassen. Auf die Erstellung des Ernährungsplans gehe ich nicht ein, denn das würde wohl oder übel den Artikel sprengen.

Am Anfang war das Trockenfutter

Chewie ist mein erster Hund. Als feststand, dass das kleine Fellknäuel bei uns einziehen wird, habe ich mich unter anderem über das Thema „Ernährung“ schlau gemacht. Wie habe ich das gemacht? Ich habe Bücher und verschiedene Artikel auf Blogs und in Foren gelesen. Zudem habe ich mit der Züchterin von Chewie über das Füttern gesprochen. Von ihr haben wir auch einen Packung Welpen-Trockenfutter mitbekommen. Da Chewie es gegessen hat und gut vertrug, sind wir beim Trockenfutter geblieben. Nebenbei habe ich jedoch weiterhin Artikel zu den verschiedenen Futterarten „Trockenfutter“, „Nassfutter“ und „Barfen“ gelesen.

Ein Jahr später ist Jona bei uns eingezogen. Im Tierheim sagte man zu uns, dass sie sehr mäkelig mit Essen sei und überhaupt kein Trockenfutter fresse. Ich habe also gleich als Erstes Nassfutter geholt. Immerhin soll sich Jona ja auch wohl fühlen bei uns.

Kaum kam sie zur Haustür rein, stürzte sie sich voller Freude auf Chewies Trockenfutter. Ich stand deswegen erstmal etwas perplex da! Vom Tierheim wussten wir jedoch auch, dass sie nicht mehr alle Zähne hatte (damals war sie 13 Jahre alt, also total legitim!). Also bekam Jona Nassfutter und Chewie weiterhin Trockenfutter.

Da Jona aber sehr gefräßig war und immer noch ist, hat sie sich auch weiterhin auf Chewies Trockenfutter gestürzt. 2-3 Wochen nach ihrem Einzug fand ich einen Backenzahn von ihr. Das war ausschlaggebend dafür, dass Chewie kein Trockenfutter mehr bekam, sondern auch Nassfutter. Da ich mich in dieser Zeit aber intensiv mit dem Thema „Barfen“ beschäftigte, war ich nicht so ganz glücklich mit der Lösung. Jedoch wohnten wir damals noch in einer 2-Zimmer-Wohnung in Karlsruhe. Wir hatten nicht viel Platz, einen kleinen Kühlschrank und eine noch kleines Gefriertruhe. Deswegen traute ich mich nicht ans Barfen. Immerhin wollte ich nichts falsch machen und auch genügend Essen vorhanden haben, damit ich nicht jeden zweiten Tag neu einkaufen muss.

Dann kam Chrissy

Das alles änderte sich, als Chrissy auf ihrem YouTube Kanal „Pawesome“ ein Video zum Thema Fertigbarf veröffentlichte. Sie stellte darin eine Fertigbarf-Firma vor, wie es bei ihrer Hündin Neli ankam und warum sie sich damals fürs Fertigbarfen entschieden hat. Ich war total baff, denn ich hörte zum ersten Mal von Fertigbarf und dass es sowas auch gibt. Also schaute ich mir die Homepage an und bestellte selbst mein erstes Fertigbarf-Set.

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Gerade für Barf-Anfänger ist Fertigbarf eine gute Lösung. Im Essen sind alle wichtigen Nährstoffe und Bestandteile des Barfens enthalten. Man muss nur noch daran denken, dass Essen zu portionieren und rechtzeitig aufzutauen. Außerdem kann man damit auch testen, ob und was der eigene Hund am liebsten mag. Bei Chewie und Jona war das überhaupt kein Problem. Kaum stellte ich ihnen die erste Schüssel Hühnchen-Fertigbarf hin, wurde das Essen inhaliert. Das war für mich schon mal ein gutes Zeichen. Nach und nach bekamen die beiden weitere Fleischsorten vorgesetzt und alle wurden gierig aufgegessen.

Mit der Zeit merkten wir, dass Chewies und Jonas Fell immer schöner, glänzender und noch pflegeleichter wurde. Außerdem konnten beide extrem viel vom Barf verwerten. Der Vergleich der Kothaufen vor und nach der Barfumstellung war ordentlich. Beide wirkten auch wesentlich länger satt von ihren Portionen.

Außerdem dauerte die Vorbereitung des Essens nicht lange. Das war mir auch sehr wichtig!

Jedoch merkten wir auch nach einigen Monaten, dass Jona immer öfters Blähungen bekam. Besonders nach dem Essen. Eines Tages verweigerte sie sogar ihr Frühstück und ihr Abendessen. Da meine Maus sehr verfressen ist, läuteten bei mir die Alarmglocken. Leckerlis nahm sie aber ohne zu zögern an. Ich fragte also ein paar (Hunde-)Freunde von mir, ob sie sich das Verhalten von Jona erklären könnten. Und sie konnten es tatsächlich. Von einer Freundin bekam ich den Rat, dass ältere Hunde oft das Barf nicht mehr gut vertragen und dementsprechend Blähungen und sonstiges bekommen können. Deswegen bekommt Jona mittlerweile wieder Nassfutter.

Chewie wird aber weiterhin gebarft. Mittlerweile steige ich sogar auf richtiges Barfen um. Ich lese dazu auch das Buch „Natural Dog Food“ und werde demnächst einen Ernährungsplan für ihn erstellen. Ich bin schon sehr gespannt, wie ich mit dem richtigen Barfen zurecht kommen werde. Das Buch hilft mir auf jeden Fall schon sehr viel weiter und auch Chrissy hat zum Barfen ein Video veröffentlicht.

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Fazit

Ich bin sehr begeistert vom Barfen. Auch wenn Jona es nicht mehr verträgt. Dafür kann die Maus aber nichts. Chewie jedoch verträgt es super und man merkt einfach, wie gut es ihm tut. Sein Fell ist richtig toll geworden, er ist fit und vital.

Zudem ist das Barfen eine gute Alternative für Allergikerhunde. Gerade weil es getreidefrei ist und man selbst die Zusammensetzung des Futters bestimmen kann. Verträgt der Hund beispielsweise kein Rind, kann man es durch Huhn, Pute, Lamm oder Pferd ersetzen. Außerdem weiß man ganz genau, was sich im Essen des Hundes befindet. So muss man sich darüber auch keine weiteren Gedanken machen.

Zwar ist die Zubereitung des Futters etwas zeitintensiver, als einfach nur Trocken- oder Nassfutter in den Napf zu füllen, aber es ist nicht so zeitfressend wie gedacht. Mit der Zeit bekommt man auch eine gute Routine in allem rein, sodass man das Essen auch im Schlaf schon vorbereiten kann 😉

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Wenn ihr noch weitere Fragen zum Thema Barf habt, könnt ihr mich gerne über unsere Facebookseite anschreiben!

Ich hoffe, ich konnte euch unserem Weg zum Barf verständlich und nachvollziehbar erklären 🙂

Liebe Grüße,

Laura mit Jona und Chewie

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Vielen Dank liebe Laura! Dank dir sind wir nun auch am überlegen es mal mit Barf zu probieren. 🙂

Wie macht ihr das? Was füttert ihr euren Hunden?

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