Hund und Beruf, geht das? Passt das zusammen? Wie bekommt man beides unter einen Hut?

Lola und Julia von MiDoggy haben diesen Monat zur Blogparade zu diesem Thema aufgerufen.

Da ich das große Glück habe Lola mit ins Büro nehmen zu dürfen, möchte ich euch heute ein wenig darüber erzählen.

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Schon bevor Lola einzog war klar das sie immer mal mit ins Büro kommen muss, da sie sonst zu lang allein zuhause bleiben müsste. Das allein bleiben ist für sie zwar glücklicherweise kein Problem, aber ich habe immer ein schlechtes Gewissen wenn sie so lang allein bleiben muss und außerdem ist es doch viel, viel schöner wenn sie mit dabei ist.

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Natürlich muss man all das vorher mit dem Chef und auch den Kollegen abstimmen. Vielleicht hat ja jemand Angst vor Hunden, hat eine Allergie oder findet es Unhygienisch.

Jedoch muss auch der Hund meiner Meinung nach einige Voraussetzungen erfüllen, um mit ins Büro zu dürfen. Auf meiner Liste „Was Lola können muss bevor sie mit auf die Arbeit kommt“ standen Punkte wie

  • Sie darf während der Arbeit nicht nerven oder Aufmerksamkeit fordern, heißt sie muss vor beginn der Arbeit ordentlich ausgepowert werden. 🙂
  • Verlässlich auf ihren Platz gehen wenn man sie dort hin schickt und auch ruhig dort bleiben
  • Natürlich sollte sie offen auf andere Menschen zugehen und nicht knurren oder der gleichen
  • Auch sollte sie ruhig bleiben wenn jemand fremdes den Raum betritt (ich arbeite schon immer in einem Großraumbüro mit mindestens 3 weiteren Kollegen)
  • Außerdem finde ich noch wichtig ,dass sie nicht an Menschen hoch springt

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Das waren die für mich wichtigsten Punkte die ich erfüllt haben wollte, bevor ich Lola mit ihren damals ca. 8 Monaten mit auf die Arbeit nehmen wollte. Doch auch meine Kollegen im Büro sollten sich an einiges halten.

  • Lola bitte nur die Leckerlis geben welche ich mitgebracht habe (Ich habe einfaches Trockenfutter in einer Dose getan und auf die Fensterbank gestellt, so kann ich 1. verhindern das Lola irgend etwas bekommt was sie nicht verträgt und 2. kann ich diese Ration prima von ihrem täglichen Futter abziehen um zu verhindern das sie zu nimmt)
  • Wenn Lola auf ihrer Decke liegt (mittlerweile hat sie eine Stoffbox) lasst sie bitte in Ruhe!

Aber natürlich gab es für mich dann auch noch einiges zu Beachten.

  • Wenn Lola „müffelt“ und ungepflegt aussieht kann es für die anderen Personen im Raum sehr unangenehm sein. Da sie sich aber nur ganz selten in irgendwas stinkendem Wälzt und dann eh gleich geduscht wird fiel dies schon mal weg. Dazu kommt das ich sie gegen Ungeziefer gern mit Kokosöl einreibe was den angenehmen Nebeneffekt hat, dass es den „Hundegeruch“ etwas vertreibt. 🙂
  • Falls ihr langweilig wird sollte ich etwas zum Beschäftigen dabei haben, hier eignet sich beispielsweise ein gefüllter Kong (macht kaum Geräusche und riecht nicht) oder aber Kauartikel (beispielsweise von Kauartikel.com) welche wenig bis gar nicht riechen. 
  • Außerdem achte ich darauf das Lola ein Halsband oder Geschirr ohne klimpernde Marke trägt, da ich nicht möchte das meine Kollegen von dem geklimpert genervt werden. Hier empfehlen sich Halsbänder mit Gravierten Schnallen (beispielsweise von Flecht-Art oder Maerchenhunde) da der Hund so gekennzeichnet ist, aber nichts klimpert.
  • Anfangs habe ich Lola nur eine Decke unter meinen Schreibtisch gelegt doch hier habe ich ziemlich schnell auf eine Box (wir haben eine Stoffbox von Coolpet) da ich sie da auch einfach mal in der geschlossenen Box lassen kann, falls ich den Raum mal ohne sie verlassen möchte.
  • Ganz wichtig ist natürlich auch das Lola versichert ist und geimpft ist, so sind wir für alle Eventualitäten abgesichert. 🙂
  • Natürlich sollte auch geklärt sein ob ich in meiner Pause irgendwo mit Lola etwas Gassi gehen kann, so dass sie sich lösen und ein wenig auspowern kann.

Wie gut ein Hund für das Betriebsklima ist, muss ich euch denke ich nicht erzählen. Und natürlich auch für einen selbst. Wenn mal etwas nicht so läuft wie man es sich wünscht oder vorstellt, sieht die Welt nach einem schönen Gassi-Gang in der Mittagspause schon wieder ganz anders aus. 🙂 Aber auch meine Kollegen fragen immer mal ob sie Lola mal rufen dürfen und ihr ein Leckerli aus der Dose geben können, einfach um mal ein bisschen runter zu kommen.

So weit so gut aber was ist wenn ich mal auf ein Seminar muss oder einen Kundentermin habe? Tja, dann bleibt Lola entweder artig zuhause oder geht in eine Hundetagesstätte. Dort läuft sie dann den ganzen Tag im Rudel mit, spielt, legt sich in die Sonne und darf einfach Hund sein. Wenn ich sie von dort abhole ist sie immer mega fertig aber glücklich und ich brauche kein schlechtes Gewissen haben, dass ich sie den ganzen Tag „allein gelassen“ habe.  🙂

Wie macht ihr das? Wie bringt ihr Job und Hund unter einen Hut?

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